Stecklinge – Eine Schritt für Schritt Anleitung

Hallo Ihr Lieben!

Nicht alle Pflanzen können aus Samen angebaut werden. Tatsächlich werden viele mehrjährige Pflanzen am besten vermehrt, indem man Stecklinge von reifen Pflanzen nimmt und diese Stecklinge ermutigt, ihre eigenen Wurzeln zu bilden. Dieser Prozess hat einen zusätzlichen Vorteil gegenüber Samen, da die Tochterpflanzen genetische Klone der Mutterpflanze sind und somit die gleiche Blütenfarbe und andere Eigenschaften beibehalten, die verloren gegangen sein könnten, wenn sie aus Samen gezogen würden.

 

Monstera panaschiert Steckling

Einige Pflanzen, wie Gardenien und Holunder, können durch die Aufnahme von Stecklingen zu jeder Jahreszeit vermehrt werden. Die meisten Pflanzen haben jedoch den größten Erfolg, wenn die Stecklinge in bestimmten Wachstumsphasen genommen werden.

Unterschiedliche Arten von Zuschnitten und Timing für die Herstellung von

KräuterZuschnitt

von nicht holzigen Pflanzen
Schneide einen ca. 8cm langen Stiel ab.
Die unteren 1/3 bis 1/2 Blätter vom Stiel entfernen.

WeichholzZuschnitt

Werden aus jungen grünen Pflanzen hergestellt
Sie werden in der Regel im Frühjahr oder Frühsommer hergestellt
Obwohl dies das am einfachsten zu bewurzelnde Stadium ist, sind sie auch am anfälligsten für andere Probleme wie z.B. das Welken, also haltet die Luftfeuchtigkeit hoch.

GrünholzZuschnitt

Sie werden aus Stämmen hergestellt, die noch weich und zart sind, aber nicht ganz so jung und saftig wie Weichholz.
Diese wurzeln ebenfalls leicht, sind aber etwas widerstandsfähiger.
Nadelholz- und Grünholzabschnitte werden auf die gleiche Weise behandelt und oft werden die beiden Begriffe austauschbar verwendet.

Zu den Pflanzen, die gut aus Nadelholz- oder Grünholzabfällen wachsen, gehören:

Begonie
Birke
Hartriegel
Ulme
Fuchsia
Ginkgo
Hortensie
Ahorn
Rotkehlchen
Eisenkraut

Halbreife Stecklinge

Halbreife Stecklinge entstehen, wenn sich die Stängel zu straffen beginnen und ihre Hauptwachstumsphase beendet ist, aber bevor sie holzig werden. Diese werden in der Regel im Sommer oder Frühherbst hergestellt. Diese können schwieriger zu wurzeln sein als Nadel- oder Grünholz, aber erfolgreiche Wurzeln sind stabil und welken nicht so leicht.

Halbreife Stecklinge können für folgende Pflanzen hergestellt werden:

immergrüne, breitblättrige Bäume wie Magnolie
Buchsbaum
Zedernholz
Zitrusfrüchte
Clematis
Stechpalme
Geißblatt
Eiche
Rosmarin
Mauerblümchen

LaubholzZuschnitte

Laubholzabfälle werden aus ruhenden Pflanzen im Spätherbst nach dem Laubfall oder im Frühjahr vor dem Knospenbruch hergestellt. Diese sind am langsamsten zu entwurzeln, haben aber eine ausgezeichnete Überlebensrate.

Zu den Laubgewächsen, die von Laubschnittholz vermehrt werden können, gehören:

Hartriegel
Feige
Tanne
Forsythie
Jasmin
Kiwi
Granatapfel
Pappel
Bergahorn
Weide

Tipps zur erfolgreichen Vermehrung von Stecklingen:

Nimm keine Stecklinge mit Blumen oder Blütenknospen. Du willst, dass die Energie der Pflanze in die Wurzelbildung eintritt und nicht in die Blütenentwicklung.
Nimm Deine Stecklinge am frühen Morgen. Die Pflanze wird in der Regel morgens vollständig mit Wasser versorgt.
Nach dem Schneiden kühl und feucht halten, bis sie gepflanzt sind.
Verwende saubere Schneidwerkzeuge.
Verwende ein Wurzelmittel, das wenig Fruchtbarkeit hat, gut durchlässig ist und für eine gute Durchlüftung sorgt. Die Mischung aus einem Teil Torf (oder Kokosnuss) und einem Teil Perlit funktioniert gut.
Verwende ein Wurzelhormon, um eine verbesserte Wurzelbildung zu fördern.
Lege deine Stecklinge nicht in die pralle Sonne, indirektes Licht ist super.
Halte die Feuchtigkeit hoch, damit die Stecklinge nicht austrocknen. Dies kann mit einer Kuppel oder einem durchsichtigen Plastikbeutel über dem Topf mit den Stecklingen erfolgen.

Grace hat sich in Berlin in den Gärtnereien des Blumencafés auch nochmal Tipps zum Thema “Stecklinge” geben lassen. Hier das Video. Viel Spaß und bis bald!! Eure Caro